Die letzte Zeitzeugin des 19. Jahrhunderts ist tot

Emma Morano ist in ihrer italienischen Heimat am Lago Maggiore im Alter von 117 Jahren verstorben.

Biografische DokumentationDer offiziell letzte im 19. Jahrhundert geborene Mensch, die Italienerin Emma Morano, ist im Alter von 117 Jahren an ihrem Wohnort im norditalienischen Verbania am Lago Maggiore gestorben.

Emma Morano wurde am 29. November 1899 im italienischen Piemont geboren. Teile ihrer Biografie wurden publik. Demnach war sie Arbeiterin in einer Fabrik für Jutesäcke, hatte sieben jüngere Geschwister und verließ in den 1930er Jahren ihren gewalttätigen Mann, was im katholischen Italien jener Zeit gewiss keine Selbstverständlichkeit war.

Als letzte Zeitzeugin des 19. Jahrhunderts hat Emma Morano zwei Weltkriege, elf Päpste, mehr als 90 italienische Regierungen und die gesamte Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert bis heute miterlebt. Bis zuletzt gab sie an, geistig nicht beeinträchtigt zu sein, wenngleich sie seit einigen Jahren einer Pflegekraft bedurfte.

Zu ihrem letzten Geburtstag erhielt sie ein Telegramm des italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella, der ihr „im Namen aller Italiener die besten Wünsche für Glück und Gesundheit“ übermittelte.

Ihr hohes Alter führte die Mutter eines Sohnes auf erbliche Veranlagungen zurück. So wurde ihre eigene Mutter 91 und mehrere ihrer Schwestern über 100 Jahre alt. Als weitere Gründe gab sie an, täglich zwei Eier und zuweilen gerne auch Kekse zu essen…

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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